Taxi- und Limousinenservice im Rhein-Kreis Neuss

Taxi war gestern - Lesmeister ist heute

 

Demente Fahrgäste

Besondere Betreuung benötigen demente Fahrgäste. Hier ist es besonders wichtig, dass die Fahrer der Disponentin zuhören, Geduld mitbringen usw.
Diese recht traurige Begleiterscheinung des Älterwerdens schafft es immer wieder auf verschiedene Arten Verwirrung zu schaffen.
Sie vergessen ihre Arzttermine, das bestellte Taxi, wo sie wohnen oder werden leider manchmal auch aggressiv.

Einen 95 jährigen Patienten haben wir von der Dialyse anvertraut bekommen, weil er mit dem vorherigen Taxiunternehmen nach der Dialyse öfter nicht mehr zu Hause angekommen wäre.

Bald war uns klar, wie das passieren konnte. Auch unsere Fahrer waren am Anfang sehr irritiert, dass man einen Fahrgast definitiv zu einem ANDEREN Fahrziel befördern sollte, anstatt dem Wunsch der Person neben sich Folge zu leisten. Eine Situation, die natürlich so nicht oft vorkommt. "Der Herr ... sagt aber wir sind falsch!", "Der Fahrgast möchte aber nach Erfttal!" usw. "Egal, seine Frau wartet schon! Fahr zur besprochenen Zieladresse! Das stimmt alles! Ignorier das!"

Mit der Stadttaxizentrale vorher, ist es anscheinend laut der Ehefrau immer wieder vorgekommen, dass die Taxifahrer den Anweisungen des Fahrgastes Folge geleistet haben. Irgendwo in Neuss wurde dieser dann abgesetzt, wo er glaubte, dass er zu Hause sei. Die Folge war wenige Stunden später ein Anruf der Ehefrau bei der Dialyse, wo ihr Gatte abgeblieben sei und eine große Suchaktion.

Einen anderen Herrn musste man regelmäßig davon abhalten, dass er einem Geld zusteckte. Wir haben ehrlich gesagt nie verstanden, warum die Ehefrau ihm überhaupt Geld mitgegeben hat. Vielleicht sollte das auch ein Test sein, ob das Geld später noch da ist. Keine Ahnung, was das sollte. Aber er wollte stets die Krankenschwestern, sowie sein Taxi selber bezahlen. Und er hatte auch jedes Mal Geld dabei, wenn er zur Dialyse musste.

Eine ältere Dame, wohnhaft in einem ortsansässigen Altersheim, bringt uns immer wieder in sehr interessante Situationen. Das eine Mal möchte Sie mit vielen tausend Euro zu ganz seltsamen Orten gebracht werden. Ein anderes Mal findet sie nicht mehr nach Hause (Zum Glück wusste sie die Taxinummer...).
Auch haben wir sie schon ein paar Mal beim Supermarkt oder Frisör auslösen müssen. Ihr Sohn ist glücklicherweise sehr verständnisvoll und bezahlt jede Kuriosität der Frau Mama umgehend und bittet uns auch weiter, der Frau so weit möglich das Leben zu erleichtern. An Geld scheint es nicht zu mangeln. Bei ganz seltsamen Ideen der Dame wird allerdings immer kurz Rücksprache mit dem Sohn gehalten, um uns ggf. ein Einverständnis zu holen.

Ein anderer Dialyse-Patient hatte die Praxis und uns stets auf Trab gehalten. Wenn dieser keine Lust mehr hatte, zog er sich gerne die Kabel aus dem Arm und floh. Leider ging er auf jeden Fall auf die Flucht, sobald er abgeklemmt war. Zum Glück haben die Schwestern uns immer 30 Minuten vor Ablauf der Dialyse angerufen. Aber das hat nicht immer geklappt, wenn der gute Mann nicht so lange warten wollte. Nicht nur dass wir und die Dialyse unseren Patienten suchen mussten, überall wo er herum lief hinterließ er eine ziemliche Blutspur. Dies kann schließlich lebensbedrohlich werden, wenn die Blutung nicht schnell genug gestoppt wird.

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